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Wichtige Versicherungen für Gründer*innen: Eine Übersicht

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, sich selbstständig zu machen und ein Unternehmen zu gründen, müssen Sie an Vielerlei denken. Einer der wichtigsten Punkte auf Ihrer Aufgabenliste stellt natürlich die Versicherung dar. In diesem Artikel lesen Sie relevante Punkte, um sich einen Überblick verschaffen zu können.

Warum eine Versicherung für Gründer*innen?

Leider ist das Thema Versicherungen bei Gründern nicht so präsent wie es sein sollte. Es fängt in jedem Fall mit der Krankenversicherung an, da jede Person in Deutschland krankenversichert sein muss. Je nachdem, zu welcher Berufsgruppe Sie zählen, existieren auch verpflichtende Berufshaftpflicht- oder Gewerbeversicherungen wie die für Rechtsanwälte, Steuerberater, Ärzte oder Gründer im Bewachungsgewerbe.

Mithilfe einer Versicherung können Sie sich gegen Risiken absichern, die schwerwiegende finanzielle und rechtliche Folgen nach sich ziehen können. Dies wäre beispielsweise eine Berufsunfähigkeit aufgrund einer Krankheit oder ein Kunde, der in irgendeiner Weise geschädigt wurde. Daher ist ein passender Versicherungsschutz das A und O bei Ihrem Gründungsvorhaben.

Welche Versicherungen benötigen Sie als Gründer*in?

Als Gründer*in müssen Sie zwischen zwei Arten der Versicherungen unterscheiden: Zum einen Versicherungen, die private Risiken abdecken und auf der anderen Seite solche, die speziell für betriebliche Risiken gedacht sind. Es ist sehr wichtig darauf zu achten, ob die Versicherung ausschließlich für den privaten Bereich gedacht ist, denn dann haben Sie keinen Anspruch auf Leistungen, falls es zum Schadensfall kommt. Selbstverständlich ist der Versicherungsbedarf sehr individuell und kann nur nach einer ausführlichen Risikobewertung ermittelt werden.

Die 5 wichtigsten Versicherungen für Gründer*innen

Wir stellen Ihnen hier fünf Versicherungen vor, die häufig von Gründer*innen gewählt werden. Natürlich sollten Sie dieser Liste die oben erwähnte Krankenversicherung und Berufshaftpflichtversicherung (sofern relevant) hinzufügen.

Betriebshaftpflichtversicherung

Auch wenn Betriebshaftlicht und Berufshaftpflicht meist Synonym verwendet werden, haben beide eine Daseinsberechtigung und unterschiedliche Funktionen. Während die Betriebshaftlichtversicherung den Betrieb als solchen vor Risiken absichert (beispielsweise ein Kunde stolpert auf der Treppe), ist die Berufshaftpflichtversicherung für Personen- und Sachschäden gedacht, für die der Gründer*innen oder Selbstständige haften würde, ähnlich wie die private Haftpflichtversicherung.

Arbeitslosengeld

Was viele nicht wissen: Gründer*innen haben innerhalb der ersten zwei Jahre nach der Gründung die Möglichkeit, freiwillig in die Arbeitslosenversicherung einzuzahlen. Danach verfällt der Anspruch, also sollten Sie vorab abwägen, ob diese Versicherung Sinn für Sie ergibt. Es ist dann so, als würden Sie als Arbeitnehmer beschäftigt sein – Sie bauen sich ein Anrecht auf Arbeitslosengeld l auf, sofern Ihre Gründung, aus welchen Gründen auch immer, scheitern würde.

Krankentagegeld

Eine Krankentagegeldversicherung schützt Sie bei Verdienstausfall aufgrund eines Unfalls oder einer Krankheit, indem die Versicherung einen bestimmten Tagessatz an Sie auszahlt. Wie hoch dieser Satz ist und ab wann genau gezahlt wird kommt auf die Versicherungsgesellschaft an, daher sollten Sie unterschiedliche Anbieter miteinander vergleichen.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt Ihnen eine monatliche Rente, basierend auf Ihre eingezahlten Beträge, wenn der Ernstfall eintritt und Sie beispielsweise wegen einer Krankheit oder eines Unfalls berufsunfähig werden. Hier ist immer Eile geboten, denn je länger Sie mit dem Abschluss einer solchen Versicherung warten, desto teurer werden die monatlichen Beiträge.

Rechtsschutzversicherung

Fast schon eine Pflichtversicherung ist der Schutz vor teuren Gerichts- und Rechtsanwaltskosten. Ein unzufriedener Mitarbeiter oder Kunde kann schnell vor Gericht ziehen und dann wird es sehr teuer. Hier müssen Sie dringen auf den Umfang der Leistung und auch den abgesicherten Bereich (privat oder betrieblich) achten.

Rentenversicherung

Die Regierung plant, die Rentenversicherung für alle einzuführen. Unabhängig davon macht es natürlich auch jetzt schon Sinn darüber nachzudenken, was nach der Selbstständigkeit passiert, denn wenn Sie nicht gerade in Berufen gründen, die rentenversicherungspflichtig sind (Künstler, Hebammen, Lehrer), zahlen Sie nichts in die Rentenkasse ein und haben dementsprechend auch keinen Anspruch (beziehungsweise nur den Anspruch, den Sie sich vor der Gründung „erarbeitet“ haben).

Den Versicherungsschutz individuell gestalten

Am Ende sollten Sie bei all diesen Versicherungen immer an Ihre persönliche Situation denken. Die meisten Versicherungsanbieter haben in den letzten Jahren dazugelernt und bieten ihren Kunden individualisierbare, meist in Module aufgebaute, Versicherungen. Damit lässt sich viel Geld sparen!

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