Gründerinnen im Porträt

infavher: Marktplatz für female-well-being Innovationen

Mit infavher möchte Gründerin Frederike Engel eine Welt für Frauen schaffen, in der es jede Menge Platz für die individuellen Bedürfnisse des weiblichen Körpers gibt. Auf dem Online-Marktplatz gibt es alternative und innovative Produkte zum Thema Female Health Technology (Femtech) und Female Care (Femcare) zu entdecken.

Was ist die Besonderheit Ihres Start-ups?

Die persönliche Geschichte dahinter. Ich kann mich voll und ganz mit meinen Kundinnen identifizieren. Die Reise durch die Weiblichkeit ist holprig, jeder Aufschlag individuell. Und doch gibt es so viele Schnittmengen. Frauen (auch ich) tendieren dazu, ihre Beschwerden herunter zu spielen und erst nach Lösungen oder Alternativen zu schauen, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Deshalb sollten die Lösungen auch kurzfristig erreichbar sein. Mit infavher erleichtern wir diesen Zugang. Frauen sollen sich auf unserer Plattform informieren und gleichzeitig auch kurzfristig das passende Produkt für ihre Bedürfnisse finden. infavher verfolgt einen holistischen Ansatz, der Frauen langfristig auf ihrer Reise durch die unterschiedlichen Phasen der Weiblichkeit begleitet.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?

Wir sind inzwischen 6 Monate mit unserer Plattform live. Wir haben bereits eine Community aufbauen können und Produkte verkauft. Tolle Marken kommen auf uns zu und wollen Teil unserer Plattform werden. Zusätzliche werde ich inzwischen von einem Team von 4 ambitionieren Menschen unterstützt. Das ist wirklich wunderbar.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?

Ich habe Wirtschaftswissenschaften in Mainz und Aachen studiert. Im Anschluss habe ich Erfahrungen als Beraterin, Customer Relationship Managerin und Data Scientist in unterschiedlichen Branchen gesammelt, u.a. in der Telekommunikationsbranche, dem Einzelhandel und Automotive.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?

Über diesen Schritt denke ich bereits viele Jahre nach, genauso lange bin ich auch bereits auf der Suche nach meiner Gründungsidee. In der Elternzeit meiner ersten Tochter habe mich noch einmal ganz bewusst der Ideensuche gewidmet. Ich brenne seit jeher für Gleichberechtigung und Female Empowerment. Meine eigene Erfahrung mit Gesundheitsthemen während der Schwangerschaft, dem Wochenbett und als frischgebackene Mama haben dann schlussendlich zu infavher geführt. Meine Hauptmotivation fürs Gründen ist der Wunsch Verantwortung zu übernehmen und einen Nutzen zu stiften. In all meinen bisherigen Berufen habe ich immer aktiv versucht Verantwortung und Entscheidungsbefugnis zu erlangen, leider wurde ich in diesem Bereich meist gebremst und nicht gefördert. Deshalb habe ich es selbst in die Hand genommen. Dank meiner Entscheidung infavher zu gründen, blicke ich auf viele sehr lehrreiche Monate zurück, die mich beruflich und persönlich weiterbringen.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?

Entlang meiner Reise waren das ganz unterschiedliche Personen. Konstant dabei und immer am Unterstützen ist aber definitiv mein Mann. Zusätzlich werde ich von Maren Will, einerGründungscoaching unterstützt, die für mich inzwischen eine echte Freundin geworden ist. Ein totales Vorbild ist Lea-Sophie Cramer für mich, eine so mutige Frau und Mama!

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?

Herausforderungen gab und gibt es jede Menge. Ich denke eine der größten Herausforderungen meiner gewählten Branche ist die Unwissenheit und die Notwendigkeit für Aufklärung. Der Markt für die Frauengesundheit ist sehr jung und unterfinanziert, jede Marken kämpft um Sichtbarkeit und Reichweite. Gemeistert habe ich sie eigentlich immer mit Akzeptanz und Kreativität, denn meist läuft nicht alles wie geplant. Und dann musst du deine Agilität unter Beweis stellen.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?

Aktuell ist infavher komplett privat finanziert. Ich bin aktuell aber auf der Suche nach Early-Stage Investments.

Ihr Tipp: Was würden Sie anderen Gründerinnen empfehlen?

Vertraut euch selbst, hört auf eure Intuition aka euer Bauchgefühl. Sollten sich Pläne (z.B. zu Co-Founder) nicht wie erhofft umsetzen lassen, dann schaut euch alternative Modelle an und tauscht euch mit den Personen aus. Reflektiert immer mal wieder weshalb ihr gestartet seid, und ob ihr den Gründen noch immer folgt.

Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg!

Hier geht es direkt zur Homepage von infavher.

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