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Gründen Frauen anders – weil sie es müssen?

Von herCAREER

Die Anzahl der gründenden Frauen wächst nur langsam. Wo liegen die Gründe dafür? Fest steht: Das muss sich ändern, sonst geht wichtiges Potential verloren.

Gerade einmal ein Drittel der Gründer in Deutschland sind weiblich – Tendenz nur leicht steigend. Wie so oft liegt die Crux im Detail: Während es teilweise so aussieht, als ob die Zahl der gründenden Frauen zunimmt, wird doch auch deutlich, dass Frauen seltener innovative Ideen verfolgen – und dabei auch deutlich weniger Kapital einsetzen, und entsprechend weniger Umsatz machen.

Ein Grund dafür liegt sicher auch, darin, dass es Frauen in der Gründerszene oft an Vorbildern fehlt. Eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung aus dem vergangenen Jahr hat noch einmal deutlich gemacht, dass: „Für die Entscheidung zur Selbstständigkeit sind Rollenvorbilder sehr wichtig.“ Und die fehlen vor allem für Frauen. Aber das ist nicht alles: Zahlreiche Studien zeigen, Frauen gründen und führen anders. Aber nicht unbedingt schlechter. Im Gegenteil: Sie gründen vorsichtiger, ihre Businesspläne sind aber deutlich durchdachter und ihre Unternehmen halten sich in der Regel länger am Markt als die von Männern.

Was wäre, wenn Frauen wesentlich stärker darin unterstützt werden würden, größer zu denken. Die Karriere-Messe herCAREER setzt an dieser Stelle an. Wir bieten Frauen Möglichkeiten zum Austausch, um ihre Projekte, ihre Ideen größer zu denken und zu planen. Die Möglichkeit zum Austausch mit erfolgreichen Unternehmerinnen soll ihnen nicht nur ermöglichen ihr Netzwerk zu erweitern, hier sollen sie sich auch entscheidende Tipps und Kontakte einholen, um erfolgreich durchzustarten.

Gründen Frauen anders?

„Frauen haben unglaubliches Potenzial für Führungspositionen – alles, was sie brauchen, ist die gewisse Portion Mut. Durch das Netzwerken und den Austausch von Erfahrungen können Veranstaltungen die nötige Sicherheit verleihen, seine Karriere zu zünden. „Ich freue mich schon sehr darauf, die Besucherinnen auf ihrem Karriereweg zu ermutigen und meinen Erfahrungsschatz mit ihnen zu teilen“, sagt Anna Alex von Outfittery. Gemeinsam mit Julia Bösch hat sie für vier Jahren das Start-up gegründet, das Männer nach einem kurzen Style-Check und einer telefonischen Beratung, mittlerweile sogar per WhatsApp mit zwei individuelle Outfits versorgt. Das Start-up hat in mittlerweile acht europäische Länder expandiert, darunter nach Dänemark, Schweden und Großbritannien.

Die herCAREER ist die erste und einzige Messe in Deutschland, die alle Aspekte einer weiblichen und familiären Karriereplanung berücksichtigt – und Frauen da abholt, wo sie im Moment stehen: vor dem ersten Job, vor dem Wechsel des Arbeitsplatzes oder eben vor der eigenen Gründung. Sie geht am 13. und 14. Oktober in München in ihre zweite Auflage. Die Schirmherrschaft haben unter anderem Familienministerin Manuela Schwesig und Ilse Aigner, stellvertretende Ministerpräsidentin und Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, übernommen.

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1 Kommentar

  1. 4. Mai 2016 at 9:49

    Ein toller Beitrag – dass Frauen tatsächlich anders gründen, ist ja mittlerweile Fakt. Wir von Debitoor haben dazu auch ein interessantes Interview mit der Gründerinnenzentrale Berlin geführt: https://debitoor.de/blog/frauen-gruenden-anders-interview-mit-dr-andrea-schirmacher-von-der-gruenderinnenzentrale Dabei wird auch angesprochen, dass Frauen sehr viel idealistischer an eine Gründung herangehen und weniger finanziell motiviert sind.
    Karrieremessen für Frauen bieten jedenfalls tolle Möglichkeiten, sich gegenseitig auszutauschen.

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