Gründerinnen im Porträt

KOPFSALAT mit HERZ: Spiel zur Förderung von Achtsamkeit und Herzqualitäten

KOPFSALAT mit HERZ wurde von Stephanie Gerharz gegründet und ist ein Spiel für alle, es gibt Spaß und Freude – das Herz ist immer dabei. Wenn man in einer bestimmten Lebenssituation feststeckt oder einen Impuls für eine Entscheidung benötigt, helfen die bunten, liebevoll gestalteten Karten einen passenden Weg zu wählen und neue Energie zu schöpfen. Aufmunternde Fragen und Übungen für Herz und Hirn, Bewegung und Koordination, fördern die Achtsamkeit und stärken die Herzqualitäten.

Was ist die Besonderheit Ihres Start-ups?

Ein Spiel in dieser Form gab es bisher noch nicht. Die Verbindung von Körper, Geist und Seele – kombiniert mit einem ganzheitlichen Ansatz fördert ein besonderes Bewusstsein. Das freie Spiel unterliegt keinen festgeschriebenen Regeln und spricht die Mitspielenden auf vielen Ebenen an. Ein Zitat des österreichischen Arztes und Psychotherapeuten Alfred Adler (1870–1937) beschreibt den Kern des Kartenspiels sehr treffend: „Folge deinem Herzen, aber nimm dein Hirn mit.“

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?

Die erste Auflage von 1.000 Exemplaren hat sich im Eigenverlag schnell verkauft und die Spiele sind bereits in Bildungs- und Therapieeinrichtungen, Schulen und Kindergärten, bei Familien und Freunden im Einsatz. Mit mir freuen sich auch alle Beteiligten aus meinem Umfeld über diesen erfolgreichen Start. Jetzt ist KOPFSALAT mit HERZ in einer zweiten, komplett überarbeiteten Auflage erschienen und auch bei einem großen Onlineversandhändler sowie über eigene Webseite erhältlich.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?

Seit mehr als 25 Jahren, begleite und coache ich Kinder, Jugendliche und Erwachsene, in ihren unterschiedlichen Lebensprozessen und -situationen. 16 Jahre habe ich in einer Kinder- und Jugendpsychiatrischen Praxis gearbeitet. Vor 14 Jahren habe ich mich mit meiner eigenen Praxis selbständig gemacht. Als Linkshänderberaterin, Bewegungstherapeutin und Coach, habe ich ein großes Spektrum an Erfahrungen sammeln können. So war es mir immer ein Anliegen, Menschen hin zu ihrer Kraft und ihren Potentialen zu begleiten und dabei dem inneren Plan zu folgen.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?

Ich wollte etwas kreieren, das es noch nicht gab und bin dabei meiner Inspiration gefolgt, Ansätze, Wissen und Erfahrung zu kombinieren. Mein Sohn hat 2013 das Startup Studydrive gegründet und erfolgreich weiterverkauft. Meine Tochter hat mich ermutigt, das Konzept nicht in der Schublade liegen zu lassen. In meinem privaten Umfeld gibt es viele erfolgreiche Gründer*innen – als Frau will ich meinen Erfolg parallel auf Augenhöhe feiern.
Aber auch Prof. Dr. Gerald Hüther, einer der bekanntesten Hirnforscher, Neurobiologen und Lernforscher hat mich inspiriert. Nach dem Prinzip „empfangen und teilen“ geht deshalb für jedes verkaufte Spiel 1 Euro an seine Akademie für Potentialentfaltung.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?

Meine Tochter Lina Mackeprang habe ich schon erwähnt, sie hat mir als Fotografin zugleich visuellen Beistand gewährt. Der kreative Geist von Linda Käckermann hat meine Gedanken in die richtige Richtung gelenkt. Melle Siegfried hat mit Leichtigkeit und Humor den Worten Kraft verlieben, Kirsten Ann Schramm begleitete alles mit Zuspruch und die wunderbare Silvie Bomhard hat aus einer Idee mit Geduld und Herz spielerische Illustrationen gestaltet. Mein Sohn Philipp Mackeprang stellte sein Marketingwissen zur Verfügung und mein Onkel Thomas Karch beriet mich in betriebswirtschaftlichen Fragen. Allen die mich bestärkt und unterstützt haben gilt mein herzlicher Dank!

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?

Den Mut aufzubringen und mich überhaupt zu trauen, meine Vorhaben in Angriff zu nehmen – das war schon eine große Herausforderung. Aber die Unterstützung und das Vertrauen von so vielen tollen Menschen an meiner Seite hat mich alles meistern lassen. Ich habe aber auch von Beginn an mein Mindset positiv ausgerichtet und war mit sicher, dass was ich mache gut ist. Und ich hatte die vorausschauende Vision, dass es besser ist selbstständig und nicht von einem Verlag abhängig zu sein

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam?

Anfangs habe ich viele Exemplare in meinem Netzwerk verteilt und persönliche Kontakte genutzt, um Wahrnehmung zu schaffen. Inzwischen veröffentliche ich regelmäßig auf Social Media und habe einige „Samen“ ausgesät, um mehr Aufmerksamkeit zu erzielen. Gerade erst habe ich Kinder nach der Seele von KOPFSALAT mit HERZ und „wer in der Schachtel des Spiels lebt?“ gefragt. Als Ergebnis haben wir tolle Zeichnungen bekommen, die natürlich gepostet und kommentiert wurden.

Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?

Energie folgt der Aufmerksamkeit! Das Unternehmen wächst weiter und die Menschen, die helfen werden mir einfach zugespielt. Manchmal sind es sozusagen Zufälle, die aber eine große Kraft und Energie in sich tragen. Ich möchte KOPFSALAT mit HERZ gerne im Umfeld von guten Dingen anbieten, da ich schon bei der Fertigung per Hand in Deutschland auf natürliche Materialien und optimale Qualität geachtet habe – dafür suche ich noch geeignete Kooperationen.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?

Eine private Finanzierung hat mir die Gründung von KOPFSALAT mit HERZ UG ermöglicht.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?

Mein Traum ist die Übersetzung des Spiels in andere Sprachen, zunächst ins Englische – dann italienisch, französisch und spanisch, um die Verbreitung in weitere Länder zu ermöglichen sowie den internationalen Markt zu erreichen. Gerade finden auch Gespräche zu einer geplanten Integration von KOPFSALAT mit HERZ im Religionsunterricht an verschiedenen Schulformen und in einzelnen Bundesländern statt. Und ein weiteres Fragespiel ist auch schon in Vorbereitung …

Ihr Tipp: Was würden Sie anderen Gründerinnen empfehlen?

Dranblieben! Die eigene Vision behalten, ein gutes Mindset aufstellen und wissen, wo ‚frau‘ hinmöchte. Ich habe für mich eine Weltkarte erstellt, auf der ich markiere, in welchem Jahr ich wo etwas erreicht habe. Daher wäre mein Tipp: Immer groß denken und sich nicht von anderen Meinungen aus der Ruhe bringen lassen. Es gibt immer Menschen, die den Weg des Produktes in allen Schritten begleiten und dabei: Immer aufs Herz hören, denn das Herz weiß genau wo der Weg langgeht.

Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg!

Hier geht es direkt zur Homepage von KOPFSALAT mit HERZ.

BMWi startet Förderung von Startups im KI-Bereich
Vorheriger Beitrag

BMWi startet Förderung von Startups im KI-Bereich

Bundestag beschließt Unternehmensbasisregister
Nächster Beitrag

Bundestag beschließt Unternehmensbasisregister

kein Kommentar

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.