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Zukunftsplanung bei Akademikerinnen: Denn sie wissen nicht, was sie tun

Von Dr. Johanna Dahm

Corona verunsichert selbst hervorragend ausgebildete Akademiker in der Zukunftsplanung.

Die Entscheidungsfähigkeit, auch hochqualifizierter Menschen, ist durch die Corona-Pandemie stark beeinträchtigt. Laut einer aktuellen Studie an der Macromedia University, sehen sich viele Jungakademiker sogar mit Fragen in Bezug auf die eigene Zukunft überfordert.

Größte Unsicherheit bei beruflicher und persönlicher Entwicklung

Trotz intensiver Auseinandersetzung und breitangelegtem Interesse, was Arbeitswelt und Jobmöglichkeiten angeht, tun sich über 90 % der Befragten generell schwer, finale Entscheidungen zu treffen. Insbesondere, wenn es um die Planung der eigenen Laufbahn und die Entfaltung eigener Potenziale geht. Dieser Trend hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen.
2015 gaben immerhin noch 73 % an, bei fundamentalen Entscheidungen überfordert zu sein, 2009 waren es sogar nur 29 %. Dazu Ute Hilgers-Yilmas, selbst Professorin an der Macromedia Hochschule und Spezialistin auf dem Gebiet des UX Designs: „Ich sehe angesichts der wachsenden menschlichen und globalen Probleme – nicht nur in der aktuellen Krise, sondern auch mit Blick auf den Klimawandel – so viele Möglichkeiten für Menschen mit strategischen, konzeptionellen und kommunikativen Kompetenzen. Auf der anderen Seite verstehe ich, dass das Ausmaß der Herausforderungen auch schocken kann. Aber das Schockmoment müssen wir überwinden, wenn wir Gestalter der Gegenwart und Zukunft sein wollen.“

Zu lange Recherche – keine finalen Entscheidungen bei Akademikerinnen

Schockstarre ist ein bekanntes Phänomen für Dr. Johanna Dahm, Unternehmens-, Personalberaterin und Managementcoach sowie Keynote-Speakerin. Sie weiß, dass Menschen in komplexen Situationen zur Unentschiedenheit neigen. In ihrer neuen Publikation „Die Entscheidungs-Matrix“ (Springer-Verlag) zeigt Dahm auf, dass Entscheidungen in Business, Gesellschaft und Politik gerne auf die lange Bank geschoben werden. Doch Dahm warnt vor zu langem Zögern. Ob nun Pandemie oder Konjunktur-Einbruch: jede Industrie und jede Einzelkarriere kann bedroht sein, und darum ist es wichtig, fokussiert und entscheidungsfähig zu bleiben. „Am besten wäre es, sich erst gar nicht durch zu viele Recherchen aufzuhalten oder durch fremde Meinungen die eigenen Ängste schüren zu lassen. Zumal keine Entscheidung für die Ewigkeit getroffen wird“, so Dahm. „Häufig haben jedoch Berufsumsteiger Sorgen, sich mit dem Wechsel eines Arbeitgebers einen Weg zu verbauen oder mit dem Aufbau eines eigenen Business für das Leben unumstößlich festzulegen. Sie zögern die Entscheidung so lange hinaus, bis die
wirklich guten Optionen vorbeigezogen sind.“

Keiner kann in die Glaskugel schauen

Tatsächlich sitzen 80 % der Befragten, aus Unkalkulierbarkeit der Zukunft, ihre Entscheidungen lieber ganz aus. Dahm mahnt, mit welcher Geschwindigkeit sich gerade neue Arbeitswelten auftun, wie beliebt und produktiv sie funktionieren. „Das zwingt viele Entscheidern zu massivem Umdenken, denn Arbeitnehmer werden nicht mehr zurückrudern“, sagt Johanna Dahm. Sie hat schon in der Vergangenheit kreative Teams entwickelt und kennt deren Anforderungen an innovative Arbeitsbedingungen. „Wir spüren im Arbeitsmarkt bereits die Kollision von Arbeitswelten, und die verschärft den Wettbewerb um gute Leute. Kein Wunder, dass wache Talente sich den Arbeitgeber jetzt herauspicken, der diese Aufgabe als erstes bewältigt. Dies setzt jedoch voraus, dass man agiert und nicht auf der Wartebank verharrt“.

Chancen mit einem Sparringpartner abwägen

Johanna Dahm rät dazu, die Laufbahnplanung oder den Business-Aufbau jetzt mit einem Erfahrungsträger durchzuführen. „Menschen mit nachgewiesener Erfahrung können verschiedene Perspektiven einnehmen, auf Risiken hinweisen, den Rütteltest machen“. Dahm selbst arbeitetet mit CEOs aus der internationalen Industrie, mit Hidden Champions und Führungskräften zusammen. Sie alle schätzen die Zielorientierung, ihre ganzheitliche
Arbeitsweise und den aktuellen Bezug. Darum spricht sie auch vor großen Gremien und Bundesverbänden und leitet selbst Beratungskollegen in der Umsetzung an. Dahm unterstützt Menschen in ihrer Potenzialentfaltung, Ideenentwicklung und Realisierung von Business-Modellen.

Bis zur Gleichstellung noch ein langer Weg

Die persönliche Planung ist dabei stets integriert, denn sie weiß: Erst durch das Zusammenspiel von Anforderung, Kompetenz und Motivation fruchten Job und Geschäft. Dahm macht keinen Hehl daraus, dass soziale Ungerechtigkeit immer noch ein großes Thema ist: Alter, Geschlecht und auch Herkunft spielen nach wie vor eine Rolle bei den Erfolgs- und Beförderungschancen.
Ihrer Ansicht nach wird es noch eine Weile dauern, bis alle Vorurteile, hinsichtlich der Gleichstellung, komplett behoben sind. Doch hat gerade das jüngste Urteil der großen Koalition mit der Frauenquote in Vorständen gezeigt, dass Gleichbehandlung auf der Agenda steht. Während und vor allem nach der Corona-Krise stehen die Türen offen für alle, die mit Motivation an ihren Kompetenzen, ihrer Entwicklung und zuvorderst klaren Entscheidungsfindung arbeiten.

Darum freut es sie auch besonders, dass sich an der Studie nahezu 70 % Frauen beteiligt haben.

Über Dr. Johanna Dahm

Johanna Dahm berät und begleitet als Entscheidungs-Expertin international Unternehmer, Führungskräfte, Startups und Entrepreneure durch Krisen und Wandel. Sie ist Autorin, Rednerin, Beraterin und Investorin. Johanna Dahm forscht bereits seit über 2 Jahrzenten im Bereich Kompetenz- und Entscheidungsmanagement, um Effizienz und Leistung in Organisationen sicher zu stellen und Menschen in ihren persönlichen Erfolgsfaktoren zu unterstützen. Für ihren Einsatz zu Employability unter anderem in Verbindung mit der weltweiten Studie „Aware – inter cultural Competenecies“ wurde sie von der EU ausgezeichnet.

Das Thema Entscheidung als Grundlage von Führung und Veränderung stand für Johanna Dahm bereits zu Beginn ihrer eigenen Karriere, als sie sich gegen die Nachfolge des Familienunternehmens und für eine internationale Laufbahn entschied. Nach ihrer erfolgreichen Start-up-Gründung mit Venture Capital von Henkel KGaA übernahm sie globale Führungs- und Personalverantwortung u.a. bei Accenture, Novartis und KBL, bevor sie 2015 ihr eigenes Beratungsunternehmen mit Sitz in Bonn gründete. In allen Positionen bis heute begleitet Johanna Dahm Change Management und Turn-Around-Prozesse und kennt darum die Erfolgsmechanismen. In den agilen Prozessen der Organisationsentwicklung sitzt sie an allen Seiten des Tisches und behält die persönlichen Ziele der Mitarbeitenden im Blick. Denn eine Übereinstimmung der Anforderungen und Kompetenzen greift nur bei nachhaltiger Motivation und klaren Entscheidungen. Denn, so Dahm: Keine Veränderung ohne Entschluss!

Dr. Johanna Dahm
Entscheidung I Entwicklung I Veränderung
Lindenallee 13
53173 Bonn
T: 0175-4627574
www.drjohannadahm.com

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