Gründerinnen-Stories

INASKA: Nachhaltige Sport- und Bademode

Franziska Hannig ist Gründerinnen des Unternehmens INASKA. Dahinter steckt die Idee nachhaltige und faire Bade- und Sportmode zu produzieren. Mit ihrem Startup sind Hannig und ihr Team als Siegerinnen des Hessischen Gründerpreises in der Kategorie „Gesellschaftliche Wirkung“ hervorgegangen.

 

Was ist die Idee hinter INASKA?

Die Meere ersticken in Plastikmüll, ganze Ökosysteme sind in Gefahr. Das Label INASKA von Gründerin Franziska Hannig hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht nachhaltige Bade- und Sportmode aus recyceltem Nylon herzustellen. Das Nylon besteht aus recycelten Fischernetzen und anderem Plastikmüll, das Abfallprobleme in nachhaltige Lösungen umwandelt. Der Treibhauseffekt ist dabei bis zu 80% geringer, als bei der Herstellung von Nylon aus Rohöl. Mit INASKA repräsentieren wir eine neue Generation, die sich mit ihrer Umwelt auseinandersetzt und sich bewusst für Produkte entscheidet, die ganzheitlich hinter fairem Business und Ressourcenschonung stehen.

Was gab den Impuls sich selbstständig zu machen?

Ich kam an einen Punkt, an dem ich mir die Sinnfrage stellte. Ich hinterfragte meinen eigenen Status Quo. Was bewegt mich im Leben, was ist meine Leidenschaft, was ist mir wichtig und was macht mich glücklich. Im Sand fühlte ich mich immer frei, schwerelos und stark. Beachvolleyball ist eine der Sportarten, bei der ich mich intensiv mit meinen Stärken und Potentialen auseinandersetze. Eine Sportart, bei der ich direkt Feedback erhalte – wie ist meine Stimmung, wie gestalte ich das Spiel, wie harmoniere ich mit meiner Partnerin, wie kann ich Tiefen ausgleichen und Höhen effektiv einsetzen? Ein direkter Sport, intelligent, komplex, ästhetisch, kraftvoll. Trotz alledem war da etwas, was mich ablenkte. Meine zweite Haut fühlte sich nicht richtig an, mein Bikini, der mich stets begleitete hatte Defizite. Er gab mir nicht die Sicherheit und Behaglichkeit, die ich brauchte. Nicht, das gute Gefühl, was ich suchte. Es musste eine Lösung her. Ein Produkt, wie eine zweite Haut, ein sicherer Begleiter. Überall und bei jeder Bewegung. Funktional, ästhetisch und nachhaltig. Nicht nur ein Bikini, sondern ein Statement in Sachen Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit.

Was waren oder sind die größten Hemmnisse bei der Gründung?

In unserem Fall war vor allem das erste Gründungsjahr eine enorme Herausforderung. Als wir im Januar 2016 gegründet haben, war mein Sohn gerademal drei Monate jung. Wäre ich vor Geburt unseres Sohnes nicht so naiv gewesen, dass man ein Startup parallel mit Baby locker stemmen kann, dann würde es INASKA heute vielleicht nicht geben (oder vielleicht doch?). Ich denke, dass liegt in meinem Fall in der Natur der Sache, dass ich mich zu 150% um mein Kind gekümmert habe.
 Haben Sie Förderprogramme genutzt bzw. beantragt?
Wir haben von Anfang an einen Großteil auf Eigenkapital gesetzt, zudem hat die KFW in uns investiert.

Hatten Sie Unterstützung bei der Umsetzung Ihrer Geschäftsidee?

Ich habe INASKA im Januar 2016 mit meiner Freundin KatharINA gegründet. Wir wollten unbedingt etwas Eigenes auf die Beine stellen. Natürlich haben auch meine Familie und Freunde mich unterstützt aus einer Idee ein greifbares Produkt zu machen.

Hier geht es zur Homepage von INASKA: www.inaska-swimwear.com

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