Finanzen

Kreditkartenvergabe an Selbstständige: Kreditkarte nutzen als Unternehmer

Der Weg in die Selbstständigkeit wird für viele immer attraktiver. Wollen die einen einfach etwas mehr Geld neben ihrem Hauptberuf verdienen, haben andere das Ziel mit ihren innovativen Ideen die Welt zu erobern. Bei über 280.000 Neugründungen allein im ersten Halbjahr 2018 könnte man meinen, dass Gründen sehr einfach sei. In gewisser Hinsicht ist das natürlich richtig. Schließlich benötigt es anfänglich lediglich die Anmeldung beim Finanzamt.

Allerdings werden nach und nach immer mehr Herausforderungen hinzu kommen, die nur wenige bereits bei ihrem Start in die Selbstständigkeit auf dem Schirm hatten.

Gute Gründe, die für eine Kreditkarte sprechen

So finden sich viele Selbstständige – insbesondere Kleinunternehmer, Freiberufler und Selbstständige im Nebenerwerb – am Ende des Jahres an ihrer Steuererklärung sitzen, bei der sie nun private und geschäftliche Ausgaben voneinander trennen müssen, da diese über ein einziges, privates Konto gelaufen sind. Das gilt es eigentlich zu vermeiden. Immerhin ist ein Konto für private und geschäftliche Zwecke nicht nur unnötig kompliziert, sondern kann unter Umständen auch zu Problemen mit dem Finanzamt führen.

Abhilfe verschaffen sich viele Selbstständige mit einer Kreditkarte, mit der sich die geschäftlichen Ausgaben strikt von den privaten trennen lassen. Angeboten werden die Karten oft in Kombination mit einem zusätzlichen Geschäftskonto. Das trägt dann letztendlich auch zu einer deutlich leichteren Trennung bei der Steuererklärung bei.

Bis dato ist es in Deutschland allerdings nicht überall möglich, mit der Kreditkarte zu zahlen. Besonders kleinere Läden verzichten häufig. Unternehmer kommen mit einer oder mehreren Kreditkarten in der Regel aber sehr gut aus.

Oft ist eine Kreditkarte sogar nötig, wenn etwa Software aus dem englischsprachigen Raum eingekauft werden soll. Auch Online-Marktplätze um Freelancer zu engagieren und Portale, bei denen sich die nächste Geschäftsreise buchen lässt, setzen oft eine Kreditkarte voraus.

Kreditkartenvergabe: mit diesen Schwierigkeiten haben Selbstständige zu kämpfen

Die vielen guten Gründe für die Anschaffung einer Kreditkarte sind die eine Sache – der Erhalt der Karte eine andere. Besonders Gründer in den ersten zwei Geschäftsjahren haben es oft schwer, an eine Kreditkarte zu kommen. Oft verlangen die Banken, dass die Selbstständigkeit bereits zwei Jahre besteht und die Bilanzen keine roten Zahlen vorweisen. Hinzu kommt die allseits bekannte Bonitätsprüfung. Schon wenn eine dieser drei Voraussetzungen nicht erfüllt ist, kann es zu großen Schwierigkeiten kommen.

Die Lösung sind – zumindest zu Beginn der Selbstständigkeit – für viele die guthabenbasierten Kreditkarten. Hier wird erst Geld auf die Karte geladen – ähnlich wie bei einer Prepaid-Handykarte. Kommt es dann zu einem Einkauf, kann ausschließlich das aufgeladene Geld ausgegeben werden.

Für den Fall, dass man als Unternehmer eine wichtige Anschaffung leisten muss und noch auf eine Zahlung eines Kunden wartet, kann man mit der Mastercard von Kredu einen Kurzzeitkredit sofort auf die Kreditkarte erhalten. Hier gelten andere Bonitätskriterien als bei herkömmlichen Banken, weshalb diese Option auch für Selbstständige interessant sein können.

Eine andere Möglichkeit ist natürlich die Eröffnung von Konten, die eine Kreditkarte bereits inkludiert haben. Doch auch in diesem Fall muss eine gute Bonität vorliegen.

Welche ist denn nun die richtige Kreditkarte für Unternehmer?

Für welche Kreditkarte sich ein Unternehmer entscheidet, sollte gut überlegt sein. Jede Kreditkarte hat ihre eigenen Konditionen. Oft kommt es, dass eine Karte in ihrem Funktionsumfang deutlich sinnvoller und vor allem finanziell lohnender für den Selbstständige ist, als eine andere.

In finanzieller Hinsicht müssen sich Unternehmer vor allem mit folgenden Aspekten der einzelnen Kreditkarten auseinandersetzen:

  • Jahresgebühr
  • Entgelte für Barabhebungen
  • Sollzins
  • Auslandsnutzungsgebühr

Oft bedingen sich diese vier Faktoren gegenseitig. Ist etwa die Jahresgebühr absolut günstig gehalten, sollte unbedingt nach anderen Fallstricken gesucht werden – oft ist hier nämlich die Gebühr für Barabhebungen deutlich höher, als bei Karten mit etwas höher angesetzter Jahresgebühr.

Unternehmer, die sich zwar selten im Ausland aufhalten, allerdings immer wieder Onlinekäufe in fremden Währungen tätigen, müssen sich unbedingt mit der Auslandsnutzungsgebühr auseinandersetzen.

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